1.Mannschaft startet mit Niederlage in die Saison

Am 20. September ging es für unsere erste Mannschaft nach Köln. An den Spielort hatten wir noch ziemlich genaue Erinnerungen: In der vergangenen Saison endeten dort nach einem hart umkämpften 16:16 unsere Aufstiegsträume.

Unsere Aufstellung war diesmal fast identisch. Lediglich Maxime Hallen, inzwischen wieder zurück in der ersten Mannschaft, spielte anstelle von Andreas Schwarz. Bei unserem Gegner hatte sich dagegen einiges verändert: Gleich sechs neue Spieler saßen diesmal an den Brettern.

Am Spitzenbrett konnte Christian gegen Reinhard Bonnmann früh einen Mehrbauern gewinnen. Ob dieser wirklich schon entscheidenden Vorteil bedeutete, war zunächst offen. Aber ein Mehrbauer ist nun einmal ein Mehrbauer. Mit einem starken Bauernvormarsch erhöhte Christian anschließend den Druck und brachte die Partie überzeugend zum Sieg.

Auch ich, Jean-Pierre, kam nach einer soliden Eröffnung zunehmend besser ins Spiel. Am Damenflügel konnte ich immer mehr Druck aufbauen und war mit meiner Stellung sehr zufrieden. Dann plötzlich der gegnerische Königsangriff, getreu dem Motto: „Moment mal, wo kommt der denn jetzt her? Ich bin doch gerade am Damenflügel beschäftigt.“

Leider war der Angriff nicht nur optisch unangenehm, sondern tatsächlich gefährlich. Ich konnte die Stellung jedoch zusammenhalten und anschließend mit einem präzisen Gegenschlag selbst die Initiative übernehmen. Kurz darauf war die Partie gewonnen.

Bei David entwickelte sich eine sehr dynamische Stellung mit aktivem Figurenspiel auf beiden Seiten. Trotz mehrerer Versuche gelang es keinem, wirklich entscheidend durchzubrechen. Beide verteidigten sehr kontrolliert und so endete die Partie folgerichtig remis.

Karl konnte zunächst einen Mehrbauern gewinnen, musste seinem Gegner dafür aber unangenehmes Gegenspiel zugestehen. Nach einem Bauernvorstoß geriet seine Stellung immer stärker unter Druck. Schließlich kam noch ein Fehler hinzu und die Partie kippte endgültig.

Bei Marcus sah lange alles sehr ruhig aus. Beide Seiten hatten ihre Läufer fianchettiert und die Stellung wirkte stabil. Ein einziger Zug reichte jedoch aus, um die Lage komplett zu verändern und die Partie ging verloren

Gert konnte im Mittelspiel viele Figuren tauschen und sich einen kleinen Vorteil für das Endspiel erarbeiten. Viele Bemühungen und das Bauchgefühl nach dem Motto da muss was gehen, reichten leider nicht für mehr. Remis.

Besonders bitter verlief die Partie von Maxime. Aus der Eröffnung heraus erspielte er sich einen deutlichen Vorteil und konnte einen gefährlichen Freibauern bis auf die sechste Reihe bringen. Alles sah danach aus, als könnte er die Partie kontrolliert nach Hause bringen.

Dann kam jedoch eine Ungenauigkeit. Erst war der Vorteil weg, anschließend geriet Maxime selbst unter starken Druck. Am Ende ging sogar noch die gesamte Partie verloren. Eine dieser Partien, bei denen man hinterher kaum erklären kann, wie das eigentlich passieren konnte.

Ulrikes Eröffnung fiel dagegen eher unter die Kategorie: „Das steht so vermutlich nicht im Buch.“

Ihr König stand früh etwas luftiger, doch Risiko gehört bekanntlich zu ihrem Spiel. Zwischenzeitlich sah die Stellung ziemlich bedenklich aus. Dann drehte sich die Partie plötzlich komplett und auf einmal war klar: Hier geht noch etwas.

Und dann kam er.

Der berühmte eine Zug.

Leider genügte genau dieser, um die Partie noch einmal komplett zu drehen.

Am Ende stand damit eine knappe 14:18-Niederlage auf dem Spielberichtsbogen. Ärgerlich, denn der Mannschaftskampf hätte durchaus auch in unsere Richtung kippen können. Mehrere Partien standen zwischenzeitlich sehr gut, doch an diesem Sonntag fehlte uns an den entscheidenden Stellen etwas Genauigkeit.

Die Punkte bleiben damit in Köln.

Weiter geht es für unsere erste Mannschaft am 11. Oktober gegen Euskirchen.