Am Samstag, 08.11.2025, empfing unsere U16 beim ersten Heimspiel der Saison die erste Lendersdorfer Mannschaft. Mit einem DWZ-Schnitt von 1300 waren sie die klaren Favoriten, hatten an jedem Brett DWZ-Vorteile von bis zu 300 Punkten.
Davon ließen sich Jonas, Elisa, Dominik und Umut aber nicht ins Bockshorn jagen und gaben ihr Bestes. Auch der zwischenzeitliche Alarm, ausgelöst durch eine Karnevalsveranstaltung im Hauptteil der Schule, brachte sie nicht aus der Ruhe. Zur Freude des Trainers gab es keine Kurzpartie.
Umuts Partie war dann als erstes beendet, leider mit einer Niederlage. Nachdem er nach einem schweren Fehler des Gegners schon eine Figur gewonnen hatte, spielte er in komplizierter Stellung zu vorsichtig, so dass der Gegner die Figur mit Zinsen zurückerhielt. Mit einer Figur weniger war die Stellung dann hoffnungslos.
Kurz darauf konnte jedoch Dominik seine Partie gewinnen. Die französische Eröffnung des Gegners hatte er unkonventionell und höchst riskant beantwortet. Hier fand der Gegner nicht den richtigen Zug, um das Eröffnungsexperiment zu bestrafen. Nachdem der Gegner jedoch auf die Rochade verzichtet hatte, spielte Dominik quasi mit einem Turm mehr auf den gegnerischen König in der Mitte. Letztlich stellte der Gegner noch einen Turm ein und gab dann auf. So stand es 1:1, und die Partien von Jonas und Elisa waren noch heiß umkämpft.
Nachdem Elisa aus der Eröffnung sehr ordentlich herausgekommen war, gewann sie zu Beginn des Mittelspiels einen Bauern und stand klar besser. Leider verlor sie dann nach und nach den Faden. Bei einer Abtauschoperation übersah sie auch noch eine Gabel, so dass der Gegner eine Figur gewinnen konnte. Damit war die Partie entschieden, wenige Züge später strich Elisa die Segel.
Zu diesem Zeitpunkt stand jedoch Jonas schon auf Gewinn. Auch hier hatte der Gegner verpasst, seinen König aus der Mitte zu evakuieren, und mit gemeinsamen Drohungen der beiden Springer gegen die Dame und den König konnte Jonas mit druckvollem Spiel eine Qualität erobern (s. Diagramm). Den Vorteil verwertete er sicher zum ganzen Punkt.
Das 2:2 geht letztlich in Ordnung. Allerdings standen wir an den verlorenen Brettern zwischendurch klar besser bis auf Gewinn, so dass sich Lendersdorf über eine Niederlage auch nicht hätte beschweren können. Für uns zeigt das, dass der Weg in die richtige Richtung geht. Gewonnene Stellungen zu gewinnen ist nun mal eine der schwierigsten Aufgaben im Schach. Wir arbeiten weiter daran.
Maciaszczyk, Arthur (1486) – Wissen,Jonas (1400)
Der letzte weiße Zug (17. Ke3) war ein Fehler. Wie konnte Jonas nun mindestens eine Qualität gewinnen?
